ReAmping in quick and dirty - Erste Resultate

27. Januar 2010 - 11:24 — tauber

Fein, fein, fein: Die ersten Resultate und Rückmeldungen zur Verwendung meiner DI-Box HR sowohl für Recording als auch für Playback laufen hier so nach und nach ein, und sind auf Anhieb ermutigend und brauchbar. Vielen Dank dafür an alle Beteiligten!

Rauscharmut und Konsistenz der Obertöne

Während ein Kollege speziell die Rauscharmut lobte, fiel mir bei den musikalischen Kostproben die gute und korrekte Konsistenz der Obertöne "in's Ohr". Hiervon profitiert man im Studio ganz praktisch, da ein Signal mit korrekten Obertönen stets deutlicher, wärmer, musikalischer und präziser "rüberkommt", und mehr "Material" anbietet, mit dem man kreativ arbeiten kann.

Weil "passiv", punktet meine DI-Box HR natürlich massiv im Bereich Rauschen. Und wo kein Amp ist, kann auch keiner rauschen und - was mir fast noch wichtiger ist - die Obertöne verfälschen.

Optimierungen: Pegel beim Playback auf -10dB

Zur Handhabung gab es aber auch einige Rückmeldungen, die auf Optimierungen hinweisen: Die Pegel im Playback sind in manchen Fällen zu niedrig und müssen daher angehoben werden.

Die üblich verwendete Pegeluntersetzung (Signaldämpfung) von -20dB setzt natürlich einen robusten Line-Out bei der DAW voraus. Das ist bei Profi-Equipment sicher kein Thema, nicht jedoch in der Budget-Klasse. Dort wäre ein wenig mehr Flexibilität sicher ein Gewinn. Wobei der Kollege die Einfachheit und die simple Reproduzierbarkeit sehr begrüßt, und daher in den Vordergrund gestellt hat.

Ich habe dem Kollegen daraufhin mal einen Prototypen-Trafo gewickelt, der mit einer Untersetzung von 3:1 (-10dB) arbeitet und warte jetzt auf die Resultate.

Weitere Erfahrungen - Was sagen Bassisten

Ansonsten gibt es derzeit nur wenige Erfahrungen mit verschiedenen Instrumenten. Hier wären Rückmeldungen von Eurer Seite hilfreich, speziell zu dem immer wieder vorgetragenen "Vorwurf", passive DI-Boxen würdern das Klangbild negativ beeinflussen.

Hier sind meine Erkenntnisse die, dass jede Veränderung des Systems immer auch eine klangliche Veränderung mit sich bringt - also wirklich immer. Entscheidend ist für mich jedoch, wie ich diese Veränderungen beurteile, also ob sich das Signal möglicherweise musikalisch verschlechtert und damit mein Arbeiten beeinträchtigt?

Meine Erfahrungen, wie auch die zahlreichen Rückmeldungen speziell von Bassisten zeigen hier ganz deutlich, dass der Erhalt der musikalischen Integrität des Signals einer der sehr wesentlichen Vorzüge meiner Tools gegenüber ihren "aktiven" Pendants ist.

Die "glänzen" (wörtlich) oft im Hochtonbereich, sind deutlich "lauter", im Mix jedoch stellt sich oft heraus, das das konsistentere Signal das deutlich stabilere, griffigere und somit brauchbarere ist als das laute und helle. Insofern bitte ich dazu um eure geschätzten Rückmeldungen.

Soweit von hier, in Kürze kommen sicher mehr spannende Neuigkeiten.

Gerne höre und lese ich Eure weiteren Kommentare, Erfahrungen und Ideen zu diesem Thema ...

Herzliche Grüße, Michael Tauber